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Withings Sleep oder Garmin Index Sleep Monitor: Unter der Matratze oder am Arm?

Beide Geräte zeichnen Schlafphasen, Herzfrequenz und die Qualität der Nacht auf, und beide schicken die Auswertung morgens in eine App. Der Unterschied liegt darin, wo sie messen: Das eine liegt unsichtbar unter der Matratze, das andere sitzt am Oberarm und wird jede Nacht angelegt.

Wer die Klasse noch grundsätzlich sortiert, findet die Übersicht bei den Schlaftrackern. Hier stehen der Withings Sleep und der Garmin Index Sleep Monitor mit ihren Datenblättern nebeneinander.

Die Kurzantwort
Die Entscheidung fällt daran, ob jede Nacht etwas angelegt werden soll oder gar nichts.
  • Der Withings Sleep, wenn nichts am Körper getragen werden solleinmalig unter die Matratze gelegt, danach ohne Zutun, mit Schlafphasen, Schlaf-Index, Schnarcherkennung, durchgehender Herzfrequenz und einem Bericht als PDF für die Arztpraxis
  • Der Garmin Index Sleep Monitor, wenn mehr Werte gefragt sindArmband für den Oberarm mit Schlafphasen, Sleep Score, Herzfrequenzvariabilität, Stresslevel, Atmungsveränderungen, Hauttemperatur und einem Weckalarm, der sanft vibriert
  • Beide werten die Nacht in einer eigenen App aus, der eine über WLAN, der andere über die Verbindung zum Handy

Die zwei Kandidaten

Withings Sleep

Unter der Matratze, nichts am Körper

Der Unsichtbare
Withings Sleep Schlafsensor für unter die Matratze
Withings Sleep Schlafsensor für unter die MatratzeEinmal unter die Matratze gelegt und danach vergessen: Schlafphasen, Schlaf-Index, Schnarcherkennung, durchgehende Herzfrequenz und ein Bericht, der sich als PDF weitergeben lässt.

Garmin Index Sleep Monitor

Am Oberarm, sieben Nächte Akku

Der Ausführliche
Garmin Index Sleep Monitor Schlafarmband für den Oberarm
Garmin Index Sleep Monitor Schlafarmband für den OberarmAtmungsaktives Armband für den Oberarm mit Sleep Score, Schlafphasen, Herzfrequenzvariabilität, Stresslevel, Atmungsveränderungen, Hauttemperatur und einem Weckalarm mit sanfter Vibration.

Die Daten nebeneinander

MerkmalWithings SleepGarmin Index Sleep Monitor
Trageortunter der Matratze, nichts am Körperam Oberarm
Schlafphasenjaja
Bewertung der NachtSchlaf-IndexSleep Score
Herzfrequenzdurchgehend über die Nachtja, mit Herzfrequenzvariabilität
Schnarcherkennungjakeine Angabe
Atmungkeine AngabeAtmungsveränderungen über Sauerstoffsensor
Stress und Erholungkeine AngabeStresslevel und Energiereserven
Hauttemperaturkeine Angabeja, mit Auswertung für den Zyklus
Weckfunktionkeine AngabeVibration im Leichtschlaf, 30 Minuten Fenster
Energieversorgungkein Laden nötigAkku für bis zu 7 Nächte
Datenübertragungüber WLAN in die Health-Mate-Appin die Garmin-Connect-App
Bericht für die Arztpraxisals PDF aus der Appkeine Angabe
Größeneine, passend zu allen Matratzenzwei Bandgrößen
Reinigungnicht nötig, liegt unter der MatratzeBand ist maschinenwaschbar
Zusammenspiel mit weiteren Gerätenkeine Angabemit Uhr oder Brustgurt desselben Herstellers

Werte nach den Herstellerangaben zu beiden Modellen. Die Datenblätter sind unterschiedlich ausführlich: Withings nennt für dieses Modell weder eine Weckfunktion noch Angaben zu Stress, Hauttemperatur und Atmung, Garmin macht keine Angabe zur Schnarcherkennung und zu einem Bericht als PDF; diese Zeilen bleiben offen. Dass eine Eigenschaft nicht aufgeführt ist, heißt nicht zwingend, dass sie fehlt. Die beiden Geräte messen auf grundlegend verschiedenen Wegen, das eine über Bewegung und Druck durch die Matratze, das andere über Sensoren auf der Haut; ihre Werte sind deshalb nicht Zahl für Zahl vergleichbar, auch wenn sie gleich heißen. Ein Gewicht liegt für beide nicht vergleichbar vor und bleibt außen vor. Die weiter unten gerechneten Werte zu Ladevorgängen, Datenausbeute und Weckfenster beruhen auf diesen Angaben und auf üblichen Annahmen, sie sind Größenordnungen und kein medizinischer Rat. Keines der Geräte ersetzt eine Untersuchung im Schlaflabor. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.

Was aus den Zahlen folgt

Wie viele Nächte am Ende wirklich gemessen werden

Die Rechnung mit den vergessenen Nächten

Ein Akku für sieben Nächte bedeutet zweiundfünfzig Ladevorgänge im Jahr, also einen pro Woche. Ein Gerät unter der Matratze braucht null.

Entscheidend ist aber nicht das Laden, sondern das Anlegen. Wer ein Armband an zwei von zehn Abenden vergisst, verliert im Jahr rund siebzig Nächte und damit jede Aussage über Wochenenden, Urlaube und Krankheitsphasen.

Ein Sensor unter der Matratze misst dagegen jede Nacht, in der jemand im Bett liegt, auch die, an die niemand denkt. Er misst allerdings nur in diesem einen Bett.

Praktisch heißt das: Wer viel unterwegs ist, misst mit dem Armband mehr. Wer immer im selben Bett schläft und Technik am Körper nicht mag, bekommt unter der Matratze die lückenlosere Reihe.

Was ein Gerät am Körper zusätzlich sieht

Die Rechnung mit den Messgrößen

Unter der Matratze lassen sich Bewegung, Atembewegung, Puls über die Druckwelle und Geräusche erfassen. Das ergibt Schlafphasen, eine Bewertung der Nacht und den Hinweis auf Schnarchen.

Auf der Haut kommen Messgrößen hinzu, die durch eine Matratze nicht messbar sind: Sauerstoffsättigung, Hauttemperatur und die feine Schwankung zwischen zwei Herzschlägen. Das sind drei zusätzliche Größen, aus denen sich Stress, Erholung und Zyklusdaten ableiten lassen.

Dafür misst das Armband nur, solange es sitzt und Hautkontakt hat. Rutscht es, fehlen die Werte, die es überhaupt erst überlegen machen.

Praktisch heißt das: Wer wissen will, ob er gut geschlafen hat, kommt mit beiden aus. Wer Erholung und Belastung über Wochen verfolgen will, braucht die Sensoren auf der Haut.

Was ein Weckfenster von dreißig Minuten bringt

Die Rechnung mit dem Aufwachen

Ein Schlafzyklus dauert rund neunzig Minuten. Wer auf die Minute geweckt wird, hat grob eine Chance von eins zu drei, das gerade in einer Tiefschlafphase zu erleben, und genau daraus entsteht das Gefühl, wie gerädert zu sein.

Ein Fenster von dreißig Minuten deckt ein Drittel des Zyklus ab und erhöht die Wahrscheinlichkeit deutlich, im Leichtschlaf getroffen zu werden. Der Preis ist, dass die Weckzeit um bis zu eine halbe Stunde vorverlegt wird.

Dazu kommt ein zweiter Punkt, der im Datenblatt nicht auftaucht: Eine Vibration am Arm weckt eine Person, ein Weckton im Zimmer zwei. Über zweihundertfünfzig Arbeitstage ist das ein spürbarer Unterschied für den Menschen daneben.

Praktisch heißt das: Wer früh und allein aufsteht, während der Partner weiterschläft, hat mit dem vibrierenden Wecker ein Argument, das mit Schlafdaten nichts zu tun hat.

Für alle, die nichts tragen wollen
Withings Sleep Schlafsensor für unter die Matratze
Withings Sleep Schlafsensor für unter die MatratzeEinmal unter die Matratze gelegt, danach ohne jeden Handgriff: Schlafphasen, Schlaf-Index, Schnarcherkennung, durchgehende Herzfrequenz und ein Bericht, der sich als PDF an die Arztpraxis weitergeben lässt.

Wofür welches Gerät reicht

Nach Einsatz entschieden
Nichts am Körper beim Schlafen
Der Sensor liegt unter der Matratze und bleibt dort.
Schnarchen soll dokumentiert werden
Die Schnarcherkennung ist ausdrücklich genannt.
Erholung und Belastung über Wochen verfolgen
Herzfrequenzvariabilität, Stresslevel und Energiereserven kommen dazu.
Häufig unterwegs und in fremden Betten
Das Armband misst überall, der Sensor nur im eigenen Bett.
Partner soll nicht mitgeweckt werden
Der Alarm vibriert am Arm, statt im Zimmer zu klingeln.
Auswertung für das Arztgespräch
Der Bericht lässt sich als PDF aus der App weitergeben.

Wie sich der Withings im Einzelnen schlägt, steht im Test des Withings Sleep Analyzer. Wer zuerst an der Unterlage arbeiten will, findet die Übersicht bei den Matratzen, und für ruhigere Nächte neben einem schnarchenden Menschen lohnt der Blick auf die Ohrstöpsel.

Wo jedes von beiden gewinnt

Für den Withings spricht

  • Nichts am Körper, nichts anzulegen
  • Kein Laden, keine vergessenen Nächte im eigenen Bett
  • Schnarcherkennung ausdrücklich genannt
  • Bericht als PDF für die Arztpraxis
  • Passt unter jede Matratze, eine Größe genügt

Für den Garmin spricht

  • Herzfrequenzvariabilität, Stresslevel und Energiereserven
  • Atmungsveränderungen über den Sauerstoffsensor
  • Hauttemperatur samt Auswertung für den Zyklus
  • Weckalarm mit Vibration und dreißig Minuten Spielraum
  • Misst auch im Hotelbett und beim Mittagsschlaf

Die beiden Geräte stehen für zwei Haltungen. Der Sensor unter der Matratze verlangt genau einen Handgriff, nämlich den beim Aufbau, und liefert danach jede Nacht im eigenen Bett eine lückenlose Reihe, ohne dass jemand daran denken muss. Das Armband verlangt jeden Abend eine Entscheidung und alle sieben Nächte eine Steckdose, liefert dafür Messgrößen, die durch eine Matratze hindurch nicht zu holen sind, und weckt lautlos. Wer wissen will, ob sich eine geänderte Zubettgehzeit auszahlt, ist mit beiden gut bedient. Wer Training, Stress und Erholung zusammen betrachten will, braucht die Sensoren auf der Haut.

Wenn keines von beiden passt

Drei Wege daneben
Rund um die Uhr
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Wenn ein Gerät Tag und Nacht abdecken sollWithings ScanWatch 2 Hybrid-Smartwatch mit SchlafauswertungEine Uhr, die tagsüber am Handgelenk bleibt und die Nacht gleich mit auswertet.
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Häufige Fragen zu Schlaftrackern

Wie genau sind die Schlafphasen überhaupt?

Im Vergleich zum Schlaflabor liegen Verbrauchsgeräte bei der Unterscheidung von Wachsein und Schlaf recht gut, bei der Trennung von Leicht-, Tief- und Traumschlaf deutlich schlechter. Für den Verlauf über Wochen reicht das, für eine Diagnose nicht. Wer den Verdacht auf eine Schlafstörung hat, braucht eine ärztliche Abklärung.

Funktioniert ein Sensor unter der Matratze im Doppelbett?

Ja, er misst die Betthälfte, unter der er liegt. Bewegungen des Partners können über den Lattenrost trotzdem durchschlagen, besonders bei einer durchgehenden Matratze auf einem gemeinsamen Rahmen. Zwei getrennte Matratzen liefern deshalb die saubereren Daten.

Muss ein Schlaftracker ins WLAN?

Der Sensor unter der Matratze schickt seine Daten über das Heimnetz, weil er keine Verbindung zum Handy hält. Ein Armband synchronisiert dagegen direkt mit dem Telefon. Wer sein Schlafzimmer funkfrei halten will, sollte diesen Unterschied kennen.

Kann die Messung selbst den Schlaf verschlechtern?

Das kommt vor und hat sogar einen Namen in der Fachliteratur: Wer jeden Morgen eine Note für seine Nacht liest, beginnt sich zu beobachten und schläft dadurch schlechter. Wer das an sich bemerkt, sollte die App eine Woche lang nicht öffnen und danach nur den Wochenverlauf ansehen.

Was bringen die Daten am Ende praktisch?

Am meisten der Vergleich zweier Wochen mit einer bewussten Änderung, etwa eine Stunde früher ins Bett, kein Alkohol am Abend oder ein kühleres Zimmer. Einzelne Nächte schwanken zu stark, um daraus etwas abzuleiten. Erst der Mittelwert über sieben Tage zeigt, ob eine Umstellung wirkt.

Die Entscheidung in einem Satz

Fazit
8,4/10Der Unaufdringliche

Withings Sleep Schlafsensor für unter die Matratze

Wer jede Nacht im selben Bett schläft und nichts am Körper tragen will, ist mit dem Withings Sleep besser bedient, weil er nach einer einmaligen Einrichtung unter der Matratze ohne Laden und ohne Anlegen jede Nacht erfasst, Schlafphasen, Schlaf-Index, Herzfrequenz und Schnarchen zusammenführt und daraus einen Bericht macht, der sich als PDF an die Arztpraxis weitergeben lässt. Der Garmin Index Sleep Monitor ist die richtige Wahl, wenn Erholung und Belastung über Wochen zusammengehören sollen: Herzfrequenzvariabilität, Stresslevel, Atmungsveränderungen und Hauttemperatur sind durch eine Matratze nicht messbar, dazu misst er im Hotelbett mit und weckt per Vibration, ohne den Menschen daneben mitzunehmen. Keines von beiden ersetzt eine Untersuchung im Schlaflabor.
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