Philips HF3532 oder Beurer WL 50: Welcher Lichtwecker passt?

Beide Geräte hellen das Schlafzimmer vor dem Weckton langsam auf und dimmen es abends wieder herunter. Getrennt werden sie an drei Stellen: an der Feinheit der Helligkeitsregelung, an der Ausstattung neben dem Licht und daran, ob das Gerät fest am Netz hängt oder auch ohne Steckdose läuft.
Wer die Klasse noch grundsätzlich sortiert, findet die Übersicht bei den Tageslichtweckern. Hier stehen der Philips HF3532 und der Beurer WL 50 mit ihren Datenblättern nebeneinander.
- Der Philips HF3532, wenn das Licht die Hauptsache istzwanzig Helligkeitsstufen bis 300 Lux, farbiger Verlauf von Rot nach Gelb, Dauer zwischen fünf und sechzig Minuten frei wählbar, sieben natürliche Wecktöne und ein gedämpftes Orangelicht für den Weg zur Tür
- Der Beurer WL 50, wenn das Gerät mehr können sollRadio mit dreißig Speicherplätzen, Bluetooth und Aux für eigene Musik, Stimmungslicht mit Farbwechsel und ein Akku für rund drei Stunden ohne Steckdose
- Beide simulieren Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und lassen sich in der Displayhelligkeit anpassen
Die zwei Kandidaten
Philips HF3532
300 Lux, zwanzig Stufen
Beurer WL 50
Radio, Bluetooth, Akku
Die Daten nebeneinander
| Merkmal | Philips HF3532 | Beurer WL 50 |
|---|---|---|
| Sonnenaufgang | ja, mit Farbverlauf von Rot nach Gelb | ja, schrittweise heller werdend |
| Sonnenuntergang | ja | ja |
| Helligkeit maximal | 300 Lux | keine Angabe |
| Helligkeitsstufen | 20 | 3 |
| Dauer des Aufgangs | 5 bis 60 Minuten, einstellbar | keine Angabe |
| Wecktöne | sieben natürliche Töne | Weckton oder Melodie |
| Radio | keine Angabe | ja, 30 Speicherplätze |
| Eigene Musik | keine Angabe | Bluetooth und Aux, Kabel liegt bei |
| Stimmungslicht | Mitternachtslicht in gedämpftem Orange | Farbwechsel |
| Bedienung | Schlummern durch Antippen | Touch-Steuerung |
| Display | dimmt automatisch | in der Helligkeit einstellbar |
| Stromversorgung | Netzteil, Kabel 150 cm | Netzteil oder Akku, rund 3 Stunden |
| Ladeanschluss für das Handy | USB | keine Angabe |
| Gewicht laut Handel | rund 1,07 kg | rund 600 g |
Werte nach den Herstellerangaben zu beiden Modellen. Die Datenblätter sind unterschiedlich ausführlich: Beurer nennt für dieses Modell weder eine Beleuchtungsstärke in Lux noch die Dauer des Sonnenaufgangs, Philips macht keine Angabe zu Radio, Bluetooth und Akkubetrieb; diese Zeilen bleiben offen. Dass eine Eigenschaft nicht aufgeführt ist, heißt nicht zwingend, dass sie fehlt. Die Angabe von 300 Lux gilt für den kurzen Abstand am Nachttisch und nicht für den Raum insgesamt, weshalb sie sich nicht mit den Werten von Lichttherapiegeräten vergleichen lässt. Die Gewichte sind gerundete Handelsangaben einschließlich Verpackung und taugen zum Größenvergleich. Die weiter unten gerechneten Werte zu Abstand, Weckfenster und Stufenabstand beruhen auf diesen Angaben und auf den Gesetzen der Lichtausbreitung, sie sind Größenordnungen und kein medizinischer Rat. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.
Was aus den Zahlen folgt
Warum der Abstand zum Kopfkissen alles entscheidet
Die Rechnung mit der Entfernung
Beleuchtungsstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. Wer bei dreißig Zentimetern Abstand dreihundert Lux misst, hat bei sechzig Zentimetern nur noch fünfundsiebzig und bei einem Meter gut siebenundzwanzig.
Zum Vergleich: Ein bedeckter Himmel im Winter liefert draußen mehrere tausend Lux, ein normal beleuchtetes Wohnzimmer zwischen hundert und dreihundert. Ein Wecker ersetzt also keine Lichttherapie.
Er muss das auch nicht, denn er wirkt durch geschlossene Lider auf einen Menschen im Dunkeln, dessen Pupillen weit offen stehen. Dafür reichen deutlich kleinere Werte, solange die Lampe nah genug steht.
Praktisch heißt das: Das Gerät gehört auf den Nachttisch in Kopfhöhe, nicht auf die Kommode gegenüber. Ein halber Meter Unterschied kostet drei Viertel der Wirkung.
Was eine halbe Stunde Aufgang bringt
Die Rechnung mit dem Weckfenster
Ein Schlafzyklus dauert etwa neunzig Minuten und endet mit einer Leichtschlafphase. Wer punktgenau geweckt wird, trifft diese Phase mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht.
Ein Sonnenaufgang über dreißig Minuten legt sich wie ein Fenster über das Weckziel: Er deckt damit ein Drittel eines Zyklus ab und holt den Schlafenden mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer leichteren Phase heraus, bevor der Ton kommt.
Deshalb ist eine einstellbare Dauer mehr als eine Spielerei. Fünf Minuten sind ein Blitz vor dem Wecker, sechzig Minuten sind für Menschen mit sehr leichtem Schlaf eher zu lang.
Praktisch heißt das: Mit dreißig Minuten anfangen und in Fünf-Minuten-Schritten nachsteuern. Wer regelmäßig vor dem Weckton wach wird, hat die Rampe zu lang eingestellt.
Warum zwanzig Stufen mehr sind als sieben Mal drei
Die Rechnung mit der Stufung
Das Auge nimmt Helligkeit nicht linear wahr, sondern in Verhältnissen. Zwanzig Stufen zwischen dunkel und dreihundert Lux liegen jeweils rund dreißig Prozent auseinander, also gerade an der Grenze des Wahrnehmbaren.
Drei Stufen über denselben Bereich springen dagegen um den Faktor sechs bis sieben. Zum Wecken ist das gleichgültig, denn dort läuft die Rampe ohnehin automatisch durch.
Es zählt beim zweiten Einsatzzweck: als Leselampe am Abend und als schwaches Licht, wenn nachts jemand aufsteht. Dort trennt eine Stufe zu viel Licht den ruhigen Abend vom hellwachen Kopf.
Praktisch heißt das: Wer das Gerät nur zum Wecken nutzt, braucht keine feine Stufung. Wer es als Nachttischlampe einsetzt, merkt sie jeden Abend.
Wofür welcher Wecker reicht
Wie sich der Philips im Einzelnen schlägt, steht im Test des Philips HF3532. Wer Radio am Bett braucht, findet die Auswahl bei den Tageslichtweckern mit Radio, und wer im Winter mehr als einen Wecker sucht, schaut bei den Lichttherapiegeräten vorbei.
Wo jeder von beiden gewinnt
Für den Philips spricht
- Beleuchtungsstärke mit 300 Lux beziffert
- Zwanzig Helligkeitsstufen statt drei
- Dauer des Aufgangs von fünf bis sechzig Minuten
- Farbverlauf von Rot nach Gelb statt reinem Aufhellen
- USB-Anschluss und Mitternachtslicht
Für den Beurer spricht
- Radio mit dreißig Speicherplätzen
- Bluetooth und Aux für eigene Musik
- Akku für rund drei Stunden ohne Steckdose
- Stimmungslicht mit Farbwechsel
- Rund vierhundert Gramm leichter
Die beiden Geräte setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Der Philips ist ein Lichtgerät mit Weckfunktion: Er beziffert seine Helligkeit, erlaubt eine feine Regelung und lässt die Dauer des Aufgangs frei wählen, was ihn zugleich zur brauchbaren Nachttischlampe macht. Der Beurer ist ein Nachttischgerät mit Lichtfunktion: Radio, Bluetooth, Farbwechsel und der Akku machen ihn zum kleinen Alleskönner, während er beim Licht weniger Angaben liefert. Wer im Winter schwer aus dem Bett kommt, sollte auf die Lichtwerte achten. Wer ohnehin mit Musik einschläft, bekommt beim zweiten mehr Gerät für dasselbe Nachttischbrett.
Wenn keiner von beiden passt
Häufige Fragen zu Tageslichtweckern
Ersetzt ein Lichtwecker eine Tageslichtlampe?
Nein. Lichttherapiegeräte arbeiten mit zehntausend Lux auf einen wachen Menschen mit offenen Augen, ein Wecker mit einem Bruchteil davon auf geschlossene Lider. Beide haben ihren Zweck, aber sie sind nicht austauschbar. Wer im Winter unter Antriebslosigkeit leidet, braucht zusätzlich Licht am Morgen, nicht nur beim Aufwachen.Wie weit weg darf der Wecker stehen?
So nah wie möglich, idealerweise in Kopfhöhe auf dem Nachttisch. Weil die Helligkeit mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, kommt bei einem Meter Abstand nur ein Zehntel dessen an, was bei dreißig Zentimetern anliegt. Ein Gerät auf der Kommode gegenüber wirkt kaum noch.Funktioniert das auch bei Menschen, die auf dem Bauch schlafen?
Eingeschränkt, denn das Licht muss die Augen erreichen. Wer mit dem Gesicht ins Kissen schläft, sollte den Wecker auf die Seite stellen, zu der er sich üblicherweise dreht. Bleibt die Wirkung aus, hilft nur der Weckton, und dann zählt vor allem, dass er sanft beginnt.Stört das Display nachts?
Ein helles Ziffernblatt kann den Schlaf tatsächlich stören, deshalb lassen sich beide Geräte im Display dimmen. Wer sehr empfindlich ist, dreht die Anzeige zur Wand oder wählt die dunkelste Stufe. Rotes oder oranges Licht stört dabei weniger als weißes oder blaues.Wie lange dauert es, bis sich der Schlafrhythmus umstellt?
Meist ein bis zwei Wochen, und nur, wenn die Weckzeit konstant bleibt, auch am Wochenende. Ein Lichtwecker verschiebt den Rhythmus sanft, er erzwingt ihn nicht. Wer jeden Tag zu einer anderen Zeit aufsteht, wird auch mit dem besten Gerät keinen Unterschied bemerken.Die Entscheidung in einem Satz
Philips SmartSleep HF3532 Wake-up Light mit Sonnenaufgangssimulation
Wer im dunklen Winter schwer aus dem Bett kommt, ist mit dem HF3532 besser bedient, weil er seine Helligkeit mit 300 Lux beziffert, sie in zwanzig fein abgestuften Schritten regelt, den Aufgang zwischen fünf und sechzig Minuten frei wählen lässt und dabei von Rot nach Gelb wandert, statt nur heller zu werden. Der Beurer WL 50 ist die richtige Wahl, wenn das Gerät neben dem Licht noch etwas leisten soll: Radio mit dreißig Speicherplätzen, Bluetooth und Aux für eigene Musik, ein Stimmungslicht mit Farbwechsel und ein Akku, der rund drei Stunden ohne Steckdose trägt. Beide wirken nur, wenn sie in Kopfhöhe auf dem Nachttisch stehen und nicht auf der Kommode gegenüber.


